Die britischen Teilnehmer des Medilingua-Projekts, die von EEC rekrutiert wurden, umfassten unter anderem auch Personen der Swansea Universität in Wales. Wales ist eines der vier Länder, aus denen sich das Vereinigte Königreich zusammensetzt und befindet sich westlich des britischen Hauptlandes. Trotzdem Walisisch formal betrachtet keine europäische Sprache ist, wird sie legal als eine der Landessprachen Großbritanniens angesehen. Es handelt sich um eine keltische Sprache und eine Vielzahl der walisischen Bevölkerung ist dieser Sprache auch mächtig. Die meisten Personen, die Walisisch als Muttersprache sprechen, leben im Nordwesten des Landes, im Südosten verringert sich die Anzahl der Muttersprachler. Die Nutzung von Walisisch kann sich, speziell im Beruf, allerdings als schwierig heraus stellen. In Hinblick auf allgemeines Sanitätspersonal und Rettungssanitäter kann es Probleme geben, da die Chance auf linguistische Barrieren zu treffen aufgrund der unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Klienten unfassbar hoch ist. Hinzu kommt, dass Wales und insbesondere der Südosten des Landes von einer multikulturellen Gesellschaft geprägt ist und man somit auf eine Vielzahl verschiedener Sprachen treffen kann.

 

Das Hochschulinstitut für Gesundheit und Humanwissenschaften (http://www.swansea.ac.uk/undergraduate/courses/human-and-health-sciences/) bietet eine Vielzahl an Studiengängen an. Darunter solche, in denen man mit einem Diplom in Higher Education in Paramedic Science (DipHE Paramedic Science) abschließt oder mit einem Bachelorabschluss (BSc) in Enhanced Paramedic Practice. Die Universität Swansea ist die einzige Institution in ganz Wales, die akkreditierte Studiengänge im Bereich der paramedizinischen Ausbildung anbietet (http://hee.nhs.uk/wp-content/uploads/sites/321/2013/09/PEEP-APPENDICES.pdf).
Das Diplom in DipHE Paramedic Science bereitet Absolventen auf das Berufsleben im paramedizinischen Feld vor. Ein besonderes Kennzeichen des Studiengangs ist die Verbindung der Theorie mit der Praxis; der Kurs besteht zu 50% aus Theorie und zu 50% aus praktischer Anwendung des zuvor erarbeiteten in Form von Praktika in ganz Wales. Das Programm wurde entwickelt, um Studenten nicht nur theoretisch auf das Berufsleben vorzubereiten, sondern auch praktisch. So sollen die Absolventen die Möglichkeit bekommen neben ihres Fachwissens auch gleichzeitig ihre praktischen Fähigkeiten zu verbessern und analytisch, selbstsicher und bestimmt an ihre Arbeit heran gehen zu können.
Der Bachelorabschluss ist ein akademischer Abschluss, der dafür entwickelt wurde registrierte Rettungssanitäter mit einem akademischen Abschluss auszuzeichnen. Dieser Abschluss erleichtert eine akademische Anerkennung auf erfahrungsbezogenes Lernen und erhöht die Auswahlmöglichkeiten der Continuing Professional Development (CPD), die von dem Hochschulinstitut für Gesundheit und Humanwissenschaften angeboten werden.